Antifa-Demo am 22.01.2011 in Offenbach http://offenbach.blogsport.de Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus - den antifaschistischen Widerstand organisieren - turn left! Mon, 24 Jan 2011 16:59:51 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en http://offenbach.blogsport.de/2011/01/24/stuff/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/24/stuff/#comments Mon, 24 Jan 2011 16:56:11 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/24/stuff/ Danke an alle, die da waren!

• Artikel auf Indymedia (mit Fotos) [klick]

• Artikel in der Frankfurter Rundschau [klick]

• Redebeitrag der antifa [ko] [klick]

• Redebeitrag der autonomen antifa [f] [klick]

• Redebeitrag / Jingle des Antifa AK Köln

• Fotos der Anarchistischen Gruppe Freiburg [klick]

[Liste wird ggf. ergänzt…]

Gegen Nazis, Rechtspopulismus & Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!

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Offenbach: Erfolgreiche antifaschistische Demonstration gegen reaktionäre Bewegungen http://offenbach.blogsport.de/2011/01/22/offenbach-erfolgreiche-antifaschistische-demonstration-gegen-reaktionaere-bewegungen/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/22/offenbach-erfolgreiche-antifaschistische-demonstration-gegen-reaktionaere-bewegungen/#comments Sat, 22 Jan 2011 20:59:18 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/22/offenbach-erfolgreiche-antifaschistische-demonstration-gegen-reaktionaere-bewegungen/ Pressemitteilung

Offenbach: Erfolgreiche antifaschistische Demonstration gegen reaktionäre Bewegungen

Die antifa [ko] (Kreis Offenbach) und die autonome antifa [f] (Frankfurt) veranstalteten heute gemeinsam eine Demo mit rund 400 Teilnehmenden in Offenbach gegen reaktionäre Bewegungen. In mehreren Redebeiträgen und verteilten Flugblättern wurde ausführlich auf verschiedene reaktionäre Tendenzen eingegangen, die aktuell gesellschaftlichen Auftrieb haben. Deren Angeboten wird eine linke, emanzipatorische Perspektive auf Gesellschaft entgegengehalten.

Etwa 400 Personen demonstrierten am heutigen Samstag unter dem Motto „Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!“ in Offenbach. Unter Parolen wie „Nazis gibt’s in jeder Stadt – bildet Banden, macht sie platt“ oder „In Kabul und in Teheran – nieder mit der Taliban“ zogen die Demonstrierenden vom Marktplatz über den Hauptbahnhof durch die Offenbacher Innenstadt.

Sahra Brechtel, Sprecherin der autonomen antifa [f], erklärte hierzu: „Trotz erheblicher Widersprüche existieren verschiedene reaktionäre Bewegungen nicht nur in Offenbach nahezu konfliktfrei nebeneinander. Die türkischen FaschistInnen der Grauen Wölfe, religiöse FundamentalistInnen, RechtspopulistInnen und klassische Nazis bieten Identitäts-Angebote vor allem für Jugendliche. In einem solchen gesellschaftlichen Klima des rechten Konsens finden linke, kritische Positionen kaum Platz. Als konsequente Antifaschist_innen nehmen wir die Gefahr der verschiedenen reaktionären Bewegungen ernst, und setzen ihren Ideologien eine emanzipatorische Perspektive auf Gesellschaft entgegen: Anstatt menschliche Geschichte in biologistischen und kulturalistischen Kategorien als festgelegt aufzufassen, unterstreichen wir die Machbarkeit von Geschichte durch gesellschaftliche Praxis. Mit der Demonstration in Offenbach haben wir ein starkes Zeichen gegen reaktionäre und anti-emanzipatorische Antworten auf ökonomische, soziale und politische Krisen gesetzt.“

Die heutige Demonstration hat auf die Koexistenz verschiedener reaktionärer Bewegungen in Offenbach aufmerksam gemacht. In verschiedenen Redebeiträgen wurden die unterschiedlichen reaktionären Bewegungen und ihre regionalen Tätigkeiten beschrieben. Anna Müller, Sprecherin der antifa [ko], fasst zusammen: „Der fortwährende Einfluss der Grauen Wölfe in kommunalen Parlamenten und ihre aktuellen Versuche, sich im AStA der Fachhochschule Frankfurt Geltung zu verschaffen, eine von gut 400 hauptsächlich Jugendlichen besuchte Veranstaltung des islamistischen Fundamentalisten Pierre Vogel auf dem Offenbacher Marktplatz und die Unmengen von Neonazi-Aufklebern im Offenbacher Stadtbild sind Ausdruck der jeweiligen gesellschaftlichen Relevanz ganz verschiedener reaktionärer Bewegungen. Solch reaktionäre und anti-emanzipatorische Positionen sind jedoch nicht nur ein Phänomen gesellschaftlicher Randgruppen. Die Popularität der kultur-rassistischen Ansichten von Thilo Sarrazin quer durch sämtliche soziale Schichten zeigt, dass reaktionäre Positionen auch in der so genannten „Mitte der Gesellschaft“ Konjunktur haben.“

Zu den Ursachen meint Müller: „Solange die sozialen Beziehungen zwischen Menschen über Tausch und Konkurrenz vermittelt bleiben, solange kapitalistische Verhältnisse unsere Gesellschaft prägen, solange wird es sozialen Ausschluss und den Kampf zwischen miteinander konkurrierenden Marktteilnehmern geben. Die strukturelle Krisenhaftigkeit kapitalistischer Verhältnisse wird immer wieder reaktionäre und menschenfeindliche Antworten hervorbringen, die im nationalen Kollektiv oder in der religiösen Gemeinschaft die Lösung der gesellschaftlichen Probleme versprechen. Antifaschistische Politik bleibt also notwendig, solange die Gesellschaft nicht grundlegend vernünftiger, also an den Bedürfnissen aller orientiert, eingerichtet wird. Dafür werden wir weiterhin kämpfen.“

Die Polizei hielt sich glücklicherweise während der gesamten Demonstration auffällig zurück, weshalb die Demo gegen 17:30 Uhr ohne Zwischenfälle am Marktplatz beendet werden konnte.

Der Aufruf und weitere Materialien zur Demo finden sich auf der Mobilisierungsseite: http://offenbach.blogsport.de

antifa [ko] und autonome antifa [f] am 22. Januar 2011
 

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latest news http://offenbach.blogsport.de/2011/01/21/latest-news/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/21/latest-news/#comments Fri, 21 Jan 2011 10:53:16 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/21/latest-news/ Letzte Informationen zur morgigen Demo.

EA-Nummer

Die Nummer des EA lautet: 0160- 95 65 74 26
[Was ist der EA? // Verhaltenstipps bei Demonstrationen]

Zugtreffpunkte

Heidelberg: 12.00 Uhr, Hauptbahnhof (vor McDonald’s)
Gießen: 13.53 Uhr (Abfahrt!), Gleis 3
Darmstadt: 13.10 Uhr, Hauptbahnhof
Bensheim: 12.45 Uhr, Bahnhofskiosk

Wichtiger Hinweis

Nationalflaggen und nationale Symbole sind auf der Demonstration nicht erwünscht.

Demo | Samstag, 22. Januar 2011 | 15 Uhr | Offenbach Marktplatz

Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!

Bis dann!

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Artikel in der Frankfurter Rundschau http://offenbach.blogsport.de/2011/01/20/artikel-in-der-frankfurter-rundschau/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/20/artikel-in-der-frankfurter-rundschau/#comments Thu, 20 Jan 2011 13:26:43 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/20/artikel-in-der-frankfurter-rundschau/ Gestern erschien in der Frankfurter Rundschau folgender Artikel, in dem inhaltlich auf unsere Demo Bezug genommen wird:

Gegen alle Rechten

Antifa Kreis Offenbach (KO) und Autonome Antifa Frankfurt rufen für Samstag zu einer Demonstration gegen deutsche und türkische Fundamentalisten auf.

Die Antifa-Gruppen sind auch über den Zulauf beunruhigt, den der islamische Prediger Pierre Vogel im Oktober hatte.

„Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!“ heißt das Motto der Demonstration, zu der Antifa Kreis Offenbach (KO) und Autonome Antifa Frankfurt für Samstag zu einer Demonstration in Offenbach aufrufen.

Dabei hat die Antifa nicht nur deutsche Neonazis im Blick, sondern auch rechtsradikale türkische Gruppen. Neben Naziaufklebern seien in Offenbach auch Symbole einer „nationalistischen und islamistischen Ideologie“ zu sehen, so wie drei Halbmonde und MHP, heißt es in dem Aufruf. MHP steht für die türkische „Partei der Nationalistischen Bewegung“, deren Mitglieder als Graue Wölfe bezeichnet werden.

Als „Sammelbecken von Anhängern“ der MHP bezeichnet der hessische Verfassungsschutz die ADÜTDF (Föderation der türkisch-demokratischen Idealistenvereine in Deutschland), die eine Gruppe in Offenbach hat. Deren Sprecher betont gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Wir haben mit Faschismus und Nationalismus nichts zu tun.“ Im Gegenteil bemühe sich der Verein, Jugendliche zu integrieren.

Die Demonstration sei keine Reaktion auf einen konkreten Vorfall, sagen Yannick Lindner und Sebastian Brandt von der Antifa KO. Beunruhigt sind sie aber über den großen Zulauf, den der fundamentalistische islamische Prediger Pierre Vogel im Oktober auf dem Marktplatz hatte. Sie sehen dort nicht nur „kritikwürdige religiöse Ideologie“, sondern „eine politische Kundgebung“.

Laut Antifa befand sich unter den 400 meist jugendlichen Zuhörern auch eine Offenbacher Milli-Görüs-Gruppe. Davon weiß der Vize-Vorsitzende der Islamischen Gemeinde Mevlana Moschee, die dem Dachverband Milli Görüs angehört, nichts. Die Gemeinde sei eigenständig, habe mit Pierre Vogel nichts zu tun und lehne dessen Ansichten ab, sagt Ümer Akyüz: „Wir wollen Probleme in Offenbach lösen, nicht schaffen.“ Dazu gehöre, dass der Verein sich um junge Leute kümmere, um sie von der Straße zu holen, und eng mit den anderen Moscheen zusammenarbeite. Vogels Verein „Einladung zum Paradies“ hatte zur FR gesagt, dass keine Offenbacher Gruppe ihn eingeladen habe.

Auch habe die Gemeinde nichts damit zu tun, dass Vogel in der Mevlana-Moschee, wenige Schritte vom Marktplatz entfernt, gebetet habe, sagt Akyüz. Die Tür der Moschee stehe zwischen 6 und 22 Uhr offen. Ein Video auf dem Internetportal Youtube zeigt den betenden Prediger in der menschenleeren Moschee. Obwohl er es ärgerlich finde, dass seine Moschee von der Antifa in die Sache hineingezogen werde, unterstütze er die Idee, gegen Fundamentalismus zu demonstrieren, sagt Akyüz.

Den Aufruf an seine Mitglieder weiterleiten will auch Muhsin Senol, Spitzenkandidat der neuen Wählerinitiative Forum Neues Offenbach, in der Migranten organisiert sind. Dabei empfindet er die Antifa aber „als zu radikal in ihrer Darstellung“. Früher habe es in Offenbach starke Unterschiede, auch politische, zwischen türkischen Vereinen gegeben, sagt er. Inzwischen hätten die Gemeinden aber „keine politischen Ambitionen mehr“: Sie interessierten sich nicht mehr für Politik in der Türkei, sondern für Offenbach und arbeiteten eng zusammen.

Auch Luigi Masala, Integrationsbeauftragter der Stadt, sagt, es gebe in Offenbach zwar sehr konservative islamische Angebote und Gruppen: „Faschistisch-nationalistische Gruppierungen sind mir aber nicht bekannt.“

Über türkische faschistische Organisationen weiß auch Barbara Leissing vom Bündnis Courage nichts. Sie sei aber davon überzeugt, dass es in Offenbach „viele türkische Jugendliche gibt, die totalitäre und antidemokratische Gedanken und die Sehnsucht nach einer harten Hand haben“, sagt sie. Deshalb hofft sie, dass am Samstag „viele Offenbacher ihr Gesicht zeigen“.

Demonstration: Samstag, 22. Januar, 15 Uhr, Marktplatz Offenbach. Infos unter http://offenbach.blogsport.de

[Quelle: Frankfurter Rundschau]

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Antifaschistische Spontandemo in Offenbach http://offenbach.blogsport.de/2011/01/15/antifaschistische-spontandemo-in-offenbach/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/15/antifaschistische-spontandemo-in-offenbach/#comments Sat, 15 Jan 2011 18:30:40 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/15/antifaschistische-spontandemo-in-offenbach/ Wie sich einem Artikel auf Indymedia entnehmen lässt, fand heute in Offenbach eine antifaschistische Spontandemo statt. In dem Artikel heißt es : „Rund 40 Menschen zogen gegen 15 Uhr zum Wohnhaus des Offenbacher Neonazis und NPD-Funktionärs Frank Marschner. Durch Redebeiträge und Flugblätter wurde auf sein rechtsradikales Treiben aufmerksam gemacht. Außerdem wurde für die antifaschistische Demonstration gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus am 22. Januar in Offenbach geworben. “

Hier geht’s zum Artikel.

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Info- und Mobilisierungsveranstaltungen http://offenbach.blogsport.de/2011/01/07/info-und-mobilisierungsveranstaltungen/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/07/info-und-mobilisierungsveranstaltungen/#comments Fri, 07 Jan 2011 10:43:42 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/07/info-und-mobilisierungsveranstaltungen/ Es finden mehrere Info- und Mobilisierungsveranstaltungen zur Demo bzw. ein inhaltlicher Vortrag in Offenbach statt:

• 13.01.2011 | Info- und Mobilisierungsveranstaltung in Gießen
AK44, 20 Uhr

• 14.01.2011 | Vortrag und Infoveranstaltung in Offenbach
Vortrag: »If worst comes to worst – Antisemitismus, Rassismus und Kapitalismustheorien« Mit Jan Schlemermeyer (Inkatan, Ffm)
Ankündigungstext
VHS Offenbach, 19:30 Uhr

• 17.01.2011 | Info- und Mobilisierungsveranstaltung in Darmstadt
Oetinger Villa, 20 Uhr

Wir freuen uns auf euer Erscheinen!

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Aufruf auf Türkisch http://offenbach.blogsport.de/2011/01/06/aufruf-auf-tuerkisch/ http://offenbach.blogsport.de/2011/01/06/aufruf-auf-tuerkisch/#comments Thu, 06 Jan 2011 17:06:29 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2011/01/06/aufruf-auf-tuerkisch/ Die türkische Version des Aufrufs:

Nazilere, sağ popülizme ve köktendinciliğe karşı – anti-faşistt direnişi örgütleyelim – sola dönün/turn left!

Naziler

Zaten öncesinde varlığı bilinen Nazi yapılanmaları, NPD-Hessen’nin Aralık 2007 yılında Offenbach’da gerçekleştirdiği son yürüyüşten sonra, artık görmezden gelinemez hale geldi. Bürgel gibi semtler Nazi pullamaları ve yazılamarıyla simgelenmiş durumda. »Consdaple« ve »Thor Steinar« gibi elbise markaları Neo-Nazi çevrelerince bilinçli olarak sergiye sunuluyor, kamuoyunda taşınıyor. Neo-Naziler Kickers Offenbach’ın futbol maçlarında açıkça boy gösteriyor; ırkçı ve anti-semit/Yahudi düşmanı zorbalıklarını ‘Taraftar Blok’larıyla göstererek gündeme geliyorlar. Şu dönemde kapatılmış olan »Wayward Streetwear« giyim dükkanının sahibi aynı zamanda 90’lı yıllarda Nazi içerikli CD satış dükkanın da sahibiydi. Dükkanında »Thor Steinar« markasını bulundurmakla yetinmeyerek, aynı zamanda servis tezgahının altından yasaklı Nazi T-Shirt taleplerini karşılayan kişidir. Geçen yılın yazında bir anti-faşist politik duruşundan dolayı »Autonome Nationalisten« çevresinden olan üç Neo-Nazi tarafından saldırıya uğramış ve yaralanmıştı. Bütün bunlar her şeyden önce bir şeyi açıkça ortaya koyuyor: Neo-Naziler kendilerini Offenbach’da rahat hissediyorlar ve kendilerine karşı halktan bir itiraz olacağı veya karşı koyacağı beklentisi içine pek girmiyorlar. Diğer komşu şehirlerde az çok seferber Bu yüzden faşistler Offenbach’da ve çevresinde kendilerini güvende hissediyorlar ve Nazi sembollerini kullanarak kendi dünya görüşlerini açıkça propaganda edebiliyorlar.

Dini gericiler

Offenbach sokaklarında dolaşan bir kişi Nazi pullamalarının yanında yaygın bir şekilde Bozkurtların yazılamalarını da görmektedir. “Bozkurt”, “üç hilal” veya “MHP” gibi sembollerle Türk faşistleri, milliyetçi İslamcı Türk-İslam sentezinin ideolojisini sergilemektedirler. Offenbach’da bu sembollerin çokluğu, radikal-sağ konumların göçmenlerin bir bölümü arasında da kabul gördüğünü göstermektedir. Bozkurtlar hep yeniden Alman Nazilerle birlikte çalışmakta ve ırkçı ve milliyetçi politikalarında onları kendi müttefikleri olarak görmektedirler. 2007’nin aralık ayında Offenbach’da NPD’nin gösterisine karşı, karşı-yürüyüş yapan göstericiler arasında yer alan Kürtlere yönelen o zamanın NPD-Frankfurt bölgesi başkanı olan Jörg Krebs, provokatif bir şekilde ve pervasızca “bozkurt selamı” vererek Alman faşistlerinin Türk faşistlerle olan ideolojik birlikteliğini sergiliyordu. Aynı yıl içinde radikal-sağ platform olan “Altermedia”yı yönettiği sırada aynı kişi ayrıca, yetki talebinde bulunarak Alman Neo-Nazilerle MHP/Bozkurtlar gibi Türk faşistleri arasında sıkı işbirliği sağlamayı gündeme getirmişti.

İslamcı konumlar sadece Bozkurtlarda bulunmamaktadır. İslamcı köktendinci olan Pierre Vogel ve örgütü “Cennete Davet/Einladung zum Paradies”in Ekim 2010’da Offenbach Marktplatz’da yaptığı gösteride görüldüğü üzere, Neo-Naziler Offenbach’ta başkalarını da onaylamaktadırlar. Pierre Vogel, basit “siyah veya beyaz” görüşüyle dünyayı bir tarafıyla “şeytan batı”, diğer tarafıyla ezilen Müslümanlar biçiminde ayırarak tanımladığı konuşması esnasında, 400’ü aşkın genç başta gelmek üzere, hararetle alkışlanmıştı. İslamist Milli Görüş’ün Offenbach’taki gençlik grubu da göstericiler arasındaydı. Burada konumuz dini ideolojinin eleştiriyi hak etmesi meselesi değil; İslamcı-Köktendincilerin kadın ve erkek Müslümanların kimliğini politik dolduruşa getirip kendi gerici ve insan hakları karşıtı politik hedeflerinin aracı haline getiriyor olmalarıdır. Anti-Semitizm/Yahudi düşmanlığı ile, cinsiyetçi rol biçimleriyle, homofobi anlayışlarıyla kendi otoriter dünya resimlerini yaratmanın bahaneleri yapıyorlar. “Tanrısal saf öğreti” propagandalarıyla, ekonomik-sosyal ve politik sorunlardan oluşan toplumsal sorunlarla ilgilenmek yerine, bu sorunlarla ilgilenmemeyi ve bunun yerine kurtuluşun cennette olduğunu düşünmeyi alternatif olarak vaat ediyorlar.

Sağ popülistler

Frankfurt‘taki sağ popülistlerden Wolfgang Hübner‘in etrafındaki “Freie Wähler” ve Almanya genelindeki “Pro”-hareketler, İslamcı dini gericilerin yükselişlerinin popülaritesinde onların değirmenine su taşıyor. Alman sağ popülistler “yabancılaştırılma” korkularının gerçek haline geldiğini ve “kendi” kültürlerinin tehlikede olduğunu söylüyorlar. Sözüm ona İslami kültürün kendilerinin “Hristiyan batı dünyası”nı tehdit eder hale geliğini söylüyorlar. Bir yandan İslamın bir din olduğu gerçeğini, diğer yanıyla bir politik gerici hareket olarak dünya genelinde demokratik hakları kaldırarak şeriat sistemini getirme projesi sunduklarını bilerek atlıyorlar. Göçmen ve entegrasyon tartışmalarına olan güncel ilgi dikkate alındığında, bu odakların nasıl da geniş taban bulduğunu gösteriyor. Thilo Sarrazin “tabuları kıran” kişi olarak karşılanmaktadır. Onun yazdıklarının birçoğunun düşünüğünün sadece basit ifadesi olduğu belirtilmektedir. Bu durum sağ popülizm için uygun ortam yaratmaktadır. Milliyetçi ve ırkçı konumlamalar toplum içinde istisnai bir durum değildir. Aşırı sağa karşı olduklarını yemin billahi eden toplumun “orta” kesimi arasında milliyetçi ve ırkçı görüşler sürekli kabul görmektedir. Tam da bu durumda anti-faşist bir yaklaşım gereklidir: En önemli problem Neo-Naziler değil, bilakis toplumun geniş kesimlerinin kabul gördüğü gerici durumdur. Birçok vatandaş sözde sağ-radikalizme karşı olduğunu dillendirmektedir ve ancak bu ayrımı kendi düşüncelerini haklı göstermenin kılıfı olarak kullanmaktadır. Neo-Nazileri açıkça yerdiğini söyleyen biri, böylece artık rahatça kendi ırkçı yaklaşımlarını yayabilir hale gelmektedir. Böylece muhtemel Neo-Nazi suçlamaların karşısında kendisini onlardan en başından ayırdığını –güya– önceden beyan ettiği ifadelerine dayandırarak iddiaları boşa çıkardığını düşünmektedir.

Kapitalist krizden kaçış, sosyal hakların budanmasının beraberinde getirdiği korkulardan kaçış; sıklıkla ve genellikle, sadece çıkmaz sokak anlamına gelen ideolojilere götürmektedir. Sorunların kaynağının ekonomik sebeplerden, rekabetin dayatmasından ve ücretli emek sisteminden kaynakladığını düşünmek ve sorunları burada aramak yerine, güya ülkeyi “istila” eden “yabancılar”dan kaynaklandığı düşünülmekte ve belirtilmektedir. Dış veya iç etkilerin bir sonucu olarak; yaratılan ortak değerlerin, “halkın”, “ulusun” ve “ırkın” vs. zarar göreceği, bunlardan bir şeylerin yitirileceği korkusu beraberinde; kendini dışa karşı soyutlayıp izole etmeyi ve kendini disiplin hapsine sokma yönünde gelişmektedir.
Bu yaklaşımların Nazi faşistlerinin biyolojik ırkçılığıyla ne kadar uyum içinde olduğu Sarrazin’in tezlerinde açıkça görmek mümkün. Sarrazin gibiler, toplumsal çelişkilerin kaynağının sosyal ve ekonomik temellere dayandığını tespit etmek yerine, “geri kalmış” göçmenlerin ve işsizlerin biyolojisine dayandırma saçmalığına başvurmaktadır.

Gerici önermeler

Bütün farklılıklarına ve çelişmelerine rağmen, dini gericilerden açık sağ-radikallere kadar hepsinin buluştuğu ortak bir nokta var: İnsan haklarıyla bağdaşmayan ideolojilerle toplumsal sorunları güya çözmeye dayanmalarıdır. Antisemit/Yahudi düşmanlığıyla bezenmiş sağcılarda, bireysel kapitalizm eleştiriciliğiyle kendilerini sınırlayan bütün bu hareketlerde aynı ortak nokta bulunmaktadır. Burjuva toplumsal sistemi ve onun kapitalist yapısını ortadan kaldırıp, daha özgür ve adil bir toplumla değiştirme isteme isteği yerine, daha gerici cevap aramalarla mevcut koşulların da gerisine gitmeyi talep etmektedirler. Tarihin ve bununla birlikte toplumsal koşulların yaratılabilir ve değiştirilebilir olduğunu kabullenmemektedirler. Bunun yerine, bu gericilerin oluşturmaya çalıştığı ideolojik dünya tablosu şudur: Kişisel bağımlılık yaratmak, körü körüne dinci itaat vaaz etmek, zoraki homojen birlik yaratmak ve “yabancı” olana veya “başka” olana karşı nefret geliştirmektir.

Toplumsal amaçlarına ulaşmak söz konusu olduğu söz konusu olduğu sürece, gerici eğilimler sorunların nereden kaynaklandığını ortaya koymazlar. Bazı Doğu Avrupa ülkelerindeki gibi, en başında da Macaristan’da görüldüğü gibi ve farklı olarak; faşistler Offenbach’ta gerçek yüzlerini henüz göstermiyorlar. Sağ-popülist partiler şimdiye kadar henüz büyük seçim başarıları elde edebilmiş değiller. Yine de, güncel “entegrasyon” tartışmalarının gösterdiği gibi, gerici ideolojilerin gıdası olan konular geniş kesimler içinde taban bulabilmektedir. Toplum tarafından ihanete ve dışlanmışlığa uğradığını veya bulundukları toplumsal konumlarının tehdit altında olduğunu hissedenler Nazileri, sağ-popülistleri ve dincileri var eden temelleri teşekkürle kabul edip onları yeniden üretiyorlar. Bunun sonucu olarak, Offenbach’ta görüldüğü gibi, değişik sağcı yaşam dünyaları özel bir engel karşılaşmaksızın burjuva çoğulcu toplumla uygunluk içinde temel bulmaktadır. Değişik toplumsal odaklar arasındaki büyük çelişmelere rağmen, toplumsal hava sağda konumlandığında; özgürlüğe dair istemleri bulmak neredeyse olanaksız olmaktadır. Bunun ötesinde gerici ve aşırı-sağ ideolojilerin aracı olan şiddet dışavurmakta ve başka türlü düşünenlerin canına ve yaşamına karşı gerçek bir tehdit oluşturmaktadır.

Gelin hep birlikte 22 ocakta Offenbach sokaklarına çıkalım!

Nazilere, sağ-popülizme ve dini gericiliğe karşı anti-faşist direnişi örgütleyelim – turn left! Sola dönün!

Antifa-Demo | 22.01.2011 | 15 Uhr | Offenbach Marktplatz | offenbach.blogsport.de

antifa [ko] & autonome antifa [f]

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Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 22. Januar 2011 in Offenbach http://offenbach.blogsport.de/2010/12/16/aufruf-zur-antifa-demo-am-22-01-2011-in-offenbach/ http://offenbach.blogsport.de/2010/12/16/aufruf-zur-antifa-demo-am-22-01-2011-in-offenbach/#comments Thu, 16 Dec 2010 10:50:39 +0000 Administrator Allgemein http://offenbach.blogsport.de/2010/12/16/aufruf-zur-antifa-demo-am-22-01-2011-in-offenbach/ Antifa-Demo | 22.01.2011 | 15 Uhr | Offenbach Marktplatz | offenbach.blogsport.de

Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!

Nazis

Spätestens seit dem Naziaufmarsch, den die hessische NPD im Dezember 2007 in Offenbach durchführte, sind die bereits vorher existenten Nazi-Strukturen nicht mehr zu leugnen. Stadtteile wie Bürgel sind geprägt von Nazi-Stickern und faschistischen Schmierereien. Klamottenmarken aus dem neonazistischen Spektrum wie »Consdaple« und »Thor Steinar« werden selbstbewusst zur Schau gestellt und in der Öffentlichkeit getragen. Während Fußballspielen der Kickers Offenbach treten Neonazis offen auf; rassistische und antisemitische Pöbeleien sind im Fan-Block an der Tagesordnung. Das mittlerweile geschlossene Bekleidungsgeschäft »Wayward Streetwear«, dessen Inhaber in den 90er Jahren ein Geschäft für CDs mit nationalsozialistischen Inhalten betrieb, hatte bis zuletzt nicht nur »Thor Steinar« im Sortiment, sondern bot auf Nachfrage unter der Ladentheke auch verbotene T-Shirts an. Im Sommer letzten Jahres wurde ein vermeintlicher Antifaschist von drei Neonazis aus dem Umfeld der so genannten »Autonomen Nationalisten« wegen seiner politischen Gesinnung angegriffen und verletzt. Das alles macht vor allem eines deutlich: Die Neoanzis fühlen sich in Offenbach wohl und haben kaum mit Widerspruch oder Gegenwehr innerhalb der Bevölkerung zu rechnen. Während in benachbarten Städten eine mehr oder weniger mobilisierungsfähige Linke existiert, sehen sich die Offenbacher Neonazis bei ihren öffentlichen Auftritten wohl eher selten mit direktem antifaschistischen Widerstand konfrontiert. Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich die FaschistInnen in Offenbach und Umgebung sicher fühlen und durch die Verwendung einschlägiger Nazi-Symbole offen ihre Weltanschauung propagieren.

FundamentalistInnen

Wer durch die Straßen Offenbachs geht, sieht allerdings neben Nazi-Aufklebern auch häufig Sprühereien der Grauen Wölfe. »Bozkurt«, die drei Halbmonde oder »MHP« sind Symbole, die für eine Mischung aus nationalistischer und islamistischer Ideologie der türkischen FaschistInnen stehen. Die Häufigkeit der Symbole in Offenbach zeigt, dass rechtsradikale Positionen auch bei Teilen der Migrant_innen auf Zustimmung stoßen. Die Grauen Wölfe arbeiten dabei immer wieder mit deutschen Nazis zusammen, und sehen sich als Verbündete in nationalistischer und rassistischer Politik. Die ideologische Verbindung dieser türkischen FaschistInnen mit deutschen Nazis demonstrierte der damalige Frankfurter NPD-Kreisvorsitzende Jörg Krebs anschaulich, als er im Dezember 2007 kurdische Gegendemonstrant_innen beim NPD-Aufmarsch in Offenbach mit dem so genannten »Graue-Wölfe-Gruß« provozierte. Im selben Jahr warb er außerdem mit einem Plädoyer, welches er auf der rechtsradikalen Plattform »Altermedia« publizierte, für eine engere Zusammenarbeit deutscher Neonazis mit türkischen FaschistInnen aus den Reihen der »MHP« und der »Grauen Wölfe«.

Islamistische Positionen finden sich nicht nur bei den Grauen Wölfen. Offenbar stoßen sie auch sonst in Offenbach auf Zustimmung, wie eine Veranstaltung des islamistischen Fundamentalisten Pierre Vogel und seiner Organisation »Einladung zum Paradies« im Oktober 2010 auf dem Marktplatz Offenbach zeigte. Über 400 vorrangig Jugendliche jubelten Vogel zu, als dieser in einfacher Schwarz-Weiß-Sicht die Welt in den »bösen Westen« einerseits, und die unterdrückten Muslime andererseits unterteilte. Auch die Mitglieder einer Offenbacher Jugendgruppe der islamistischen Organisation Millî Görüş waren unter den Teilnehmenden. Es handelt sich hier nicht einfach um kritikwürdige religiöse Ideologie. Islamistische FundamentalistInnen laden die religiöse Identität von Muslimen und Muslima politisch auf, und instrumentalisieren diese für ihre reaktionäre und menschenverachtende politische Agenda. Antisemitismus, sexistische Rollenzuschreibungen, Homophobie und ein autoritäres Weltbild werden als Elemente einer »göttlichen, reinen Lehre« propagiert, welche die ökonomischen, sozialen und politischen Probleme der bestehenden Gesellschaft aufzulösen verspricht und das Paradies als Erlösung anbietet.

RechtspopulistInnen

Für RechtspopulistInnen wie die »Freien Wähler« um Wolfgang Hübner in Frankfurt und die »Pro«-Bewegungen bundesweit ist die zunehmende Popularität islamistischer FundamentalistInnen Wasser auf die Mühlen. Sie sehen darin ihre Ängste vor »Überfremdung« bestätigt und die »eigene« Kultur in Gefahr. Die vermeintliche Bedrohung des »christlichen Abendlandes« durch die islamische Kultur übergeht wissentlich den entscheidenden Unterschied zwischen dem Islam als Religion einerseits, und dem Projekt des Islamismus als politische reaktionäre Bewegung, die weltweit die Abschaffung demokratischer Rechte und die Einführung der Schari‘a fordert, andererseits. Der aktuelle Diskurs um Zuwanderung und Integration zeigt, wie mehrheitsfähig solche Positionen sind. Thilo Sarrazin wird als »Tabubrecher« gefeiert, ständig wird betont, er spreche nur aus, was viele denken. Der Rechtspopulismus hat also Konjunktur in Deutschland. Nationalistische und rassistische Positionen sind in der Bevölkerung keine Ausnahmeerscheinung oder ein allzu gern beschworenes Phänomen der extremen Rechten, sondern treffen auch in der selbst ernannten »Mitte« der Gesellschaft ständig auf Zustimmung. Und genau hier sollte eine antifaschistische Kritik ansetzen: Nicht erst die Neonazis sind das Problem, sondern bereits die in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptierten reaktionären Positionen. Zwar üben sich viele Bürger_innen in Lippenbekenntnissen gegen Rechtsradikalismus – diese Abgrenzung dient allerdings häufig nur dazu, die eigene Meinung zu rechtfertigen. Wer Neonazis offiziell verurteilt, der kann getrost rassistische Ressentiments verbreiten – schließlich sind aufkommende Vorwürfe durch die Distanzierung zum Neonazismus angeblich bereits im Vorfeld aus dem Weg geräumt.

Ängste vor kapitalistischer Krise und sozialem Kahlschlag führen nur allzu oft zur Flucht in ideologische Sackgassen. Nicht die aus den ökonomischen Verhältnissen resultierenden Widersprüche, Konkurrenzzwang und Lohnarbeit werden als Problem empfunden, sondern vermeintlich »Fremde«, die das Land »überschwemmen«. Aus der Angst, äußere oder innere Einflüsse könnten dem eigenen, konstruierten Kollektiv, sei es das »Volk«, die »Nation« oder die »Rasse«, schaden oder gar etwas wegnehmen, entwickelt sich eine klare Abgrenzung nach Außen und die restriktive Disziplinierung im Inneren. Wie kompatibel diese Positionen mit einem biologistischen Rassismus der Nazis sind, wird wiederum anhand Sarrazin deutlich, der mit seinen Thesen zu »zurückgebliebenen« Migrant_innen und Arbeitslosen biologische statt sozialer und ökonomischer Ursachen für gesellschaftliche Konflikte verantwortlich macht.

Reaktionäre Angebote

Bei allen Unterschieden und Unvereinbarkeiten dieser verschiedenen reaktionären bis offen rechtsradikalen Angebote existiert eine entscheidende Gemeinsamkeit: die Lösungsvorschläge für gesellschaftliche Probleme basieren auf menschenverachtenden Ideologien. Rechte, personalisierende Kapitalismuskritik mit antisemitischem Touch findet sich bei allen genannten Bewegungen. Und statt die bürgerliche Gesellschaft und mit ihr den Kapitalismus im emanzipatorischen Sinne zu einer freieren und gerechteren Gesellschaft hin überwinden zu wollen, fordern reaktionäre Antworten den Rückfall hinter die bestehenden Verhältnisse. Geschichte, und damit auch soziale Verhältnisse, werden nicht als machbar und veränderbar wahrgenommen. Stattdessen vertreten Reaktionäre ein ideologisches Weltbild, in dem personale Abhängigkeit, religiöser Wahn, homogenes Zwangskollektiv und Hass auf »Fremde« oder »Andere« entscheidend sind.

Reaktionäre Tendenzen stellen nicht erst ein Problem dar, wenn sie gesamtgesellschaftliche Relevanz erreichen. Anders als in einigen Ländern Osteuropas, allen voran Ungarn, ziehen keine faschistischen Garden durch Offenbach, und auch rechtspopulistische Parteien konnten in Deutschland bisher keine großen Wahlerfolge verbuchen. Dennoch, wie die aktuelle »Integrationsdebatte« zeigt, sind Elemente reaktionärer Ideologien durchaus mehrheitsfähig. Identitätsangebote von Nazis, RechtspopulistInnen und FundamentalistInnen werden von Menschen, die sich von der Gesellschaft verraten und benachteiligt oder in ihren gesellschaftlichen Positionen bedroht fühlen, dankend angenommen und reproduziert. Folge ist die Koexistenz verschiedener rechter Lebenswelten, die sich – wie in Offenbach zu sehen – nicht sonderlich in die Quere kommen, und häufig mit Stimmungen der bürgerlichen Mehrheitsgesellschaft kompatibel sind. Trotz großer Widersprüche innerhalb und zwischen den Lagern entsteht so ein gesellschaftliches Klima des rechten Konsens, in dem emanzipatorische Positionen selten zu finden sind. Darüber hinaus tragen Anhänger reaktionärer und rechtsradikaler Ideologien deren strukturelle Gewalt nach außen und stellen damit eine reale Bedrohung und Gefahr für Leib und Leben Andersdenkender dar.

Geht mit uns am 22. Januar in Offenbach auf die Straße!

Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!

Antifa-Demo | 22.01.2011 | 15 Uhr | Offenbach Marktplatz | offenbach.blogsport.de

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